Geschichte

Erste urkundliche Erwähnung von Dahl im Jahre 1475

Der Soester Toversichtsbrief Nr. 75 vom 10. Februar 1475, in dem die Nachlassangelegenheiten des zu Soest verstorbenen Hermen Gauw geregelt werden, führt u.a. Hans von Dale als Zeugen auf und stellt somit den ältesten urkundlich gesicherten Nachweis des Ortes Dahl dar.

Was hat nun ein Soester Bürger mit Olpe - und damit auch mit Dahl- zu tun?

Der Toversichts-Brief Nr. 75 ist von der Stadt Olpe ausgestellt und der Stadt Soest zugesandt worden. Heynemann und Kyp, Gebrüder zu Olpe, waren Vettern des Hermen Gauw zu Soest (Zweier Brüder Kinder) und hätten alle Kyp heißen müssen. Es gab aber auch im Bürgertum von Städten Fälle, wo durch Einheiraten der Name der (in diesem Falle Soester) Bürgertochter angenommen wurde! Hermen Gauw war also ein geborener Kyp aus Olpe.

In der Regest heißt es:  Heyneman und Hermen Kyp, Gebrüder, als nächste Erben des zu Soest verst. Herman Gauw, weil sie zweier Brüder Kinder wären, und daher fähig, Erbe zu geben und zu nehmen.   Zeugen: Hennechen von Gerlingen, Hanns tor Halve, Hans von Dale und Tyges von Wenden

Entwickelung Dahl-Friedrichsthal nach dem 2 Weltkrieg

Nach dem Ende des 2 Weltkrieges stellte sich die Wohn- und Bevölkerungslage der beiden Dörfer wie folgt dar:

29.10.1946  Dahl - 23 Wohnhäuser, 167 Einwohner;  Friedrichsthal - 13 Wohnhäuser, 101 Einwohner   Die Einwohnerzahl von 268 sollte sich in den nächsten Jahren in einen kaum für möglich gehaltenen und nicht vorausschaubaren Maße entwickeln: 1961 (401), 1969 ( 639) - Zeitpunkt der kommunalen Neugliederung und Eingemeindung in die Stadt Olpe- 1978 (963) 1988 (1100)  im Jahre 2000  rund 1350 Einwohner.

Eine rege Bautätigkeit infolge des großen Nachholbedarfs, die hervorragende und verkehrsgünstige Wohnlage- 3 km vor den Toren der Kreisstadt Olpe und 1 km vom Autobahnkreuz Olpe-Süd (das" Tor zur weiten Welt") sowie die Nähe zu großen Industriegebieten und damit zum Arbeitsplatz dürften zu der Expansion der beiden Dörfer geführt haben. Da das Biggetal und die parallel verlaufende L 512 eine Ausdehnung von Friedrichsthal nach Westen hin ausschlossen, war das Zusammenwachsen beider Dörfer fast zwangsläufig vorgegeben.

Bewohner und Verantwortliche erkannten rechtzeitig die Zeichen der Zeit und errichteten, unterstützt durch eine enorme Bereitschaft zu Opfern an Geld und Zeit sowie ein hohes Maße an Gemeinschaftssinn, einen vorbildlichen Ortsmittelpunkt mit Kirche, Dorfgemeinschaftshalle und Schützenplatz in einer parkähnlichen Landschaft mit Dorfbrunnen und Ruhebänken.

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